Chinas Steuerreform betrifft E-Zigaretten und Liquids
Wichtige Information für alle Vaperinnen und Vaper in der Schweiz
Ab dem 1. April 2026 tritt in China eine bedeutende Steuerreform in Kraft, die direkte Auswirkungen auf den weltweiten Vaping-Markt haben wird – und damit auch auf uns in der Schweiz. Das chinesische Finanzministerium und die Steuerbehörden haben angekündigt, die Mehrwertsteuer-Rückvergütung (VAT-Export-Rebate) für E-Zigaretten und verwandte Produkte vollständig zu streichen.
Was bedeutet das konkret?
Bisher erhielten chinesische Hersteller beim Export von E-Zigaretten, Liquids und Vaping-Hardware eine Mehrwertsteuer-Rückvergütung von 13 Prozent. Diese staatliche Förderung ermöglichte es den Herstellern, ihre Produkte zu konkurrenzfähigen Preisen auf dem Weltmarkt anzubieten. Mit der Abschaffung dieser Rückvergütung entfällt dieser Kostenvorteil komplett.
China produziert nahezu alle auf dem Weltmarkt erhältlichen Vaping-Produkte. Die meisten grossen Marken und Hersteller haben ihre Produktionsstätten in Shenzhen und anderen chinesischen Industriezentren. Die neue Steuerreform betrifft offiziell «nikotinhaltige, verbrennungsfreie Inhalationsprodukte» (Produktcode 2404120000) und schliesst damit sowohl Einweg-E-Zigaretten als auch nachfüllbare Systeme und Liquids mit ein.
Welche Preiserhöhungen sind zu erwarten?
Branchenexperten gehen davon aus, dass die Wegfall der 13-prozentigen Steuerrückvergütung zu Preiserhöhungen von etwa 10 bis 15 Prozent führen wird. Studien zeigen, dass rund 47 Prozent dieser zusätzlichen Kosten an die internationalen Kunden weitergegeben werden, während etwa 53 Prozent von den Herstellern selbst aufgefangen werden müssen.
Besonders betroffen sind Contract Manufacturer mit ohnehin schon geringen Gewinnmargen von etwa 10 Prozent. Viele Hersteller haben bereits angekündigt, ihre Preise entsprechend anzupassen. Einige werden versuchen, die Mehrkosten über Effizienzsteigerungen und Produktionsoptimierungen aufzufangen, doch ein deutlicher Teil wird unweigerlich an die Endkunden weitergereicht.
Warum führt China diese Reform durch?
Die chinesische Regierung verfolgt mit dieser Massnahme mehrere Ziele. Einerseits möchte sie den Wettbewerbsdruck auf dem internationalen Markt reduzieren und Handelsspannungen mit anderen Ländern entschärfen. Die bisherigen Steuervorteile wurden von einigen Handelspartnern als versteckte Subventionen kritisiert.
Andererseits ist dies Teil einer umfassenderen Strategie, die Vaping-Industrie stärker zu regulieren und die chinesischen Hersteller zu zwingen, sich durch Innovation und Qualität statt durch Preisvorteile zu behaupten. China hat in den vergangenen Jahren seine Vaping-Branche zunehmend unter die Kontrolle der staatlichen Tabakmonopol-Verwaltung gestellt und strebt eine Konsolidierung des Marktes an.
Was bedeutet das für Euch als Kundinnen und Kunden?
Bei Viviswiss beobachten wir die Entwicklung sehr genau. Wir werden alles daran setzen, die Auswirkungen für Euch so gering wie möglich zu halten. Dennoch müssen wir realistisch sein: Eine gewisse Preisanpassung wird voraussichtlich ab April/Mai 2026 unvermeidbar sein, sobald die ersten Produkte mit den neuen Konditionen importiert werden.
Unser Tipp: Wenn Ihr Eure Lieblingsprodukte habt und diese auf Vorrat kaufen möchtet, könnte es sinnvoll sein, dies noch im ersten Quartal 2026 zu tun. Wir halten Euch über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden und werden transparent kommunizieren, sobald wir genauere Informationen zu den tatsächlichen Preisanpassungen haben.
Die gute Nachricht: Trotz der Preiserhöhungen bleibt Vaping im Vergleich zum Rauchen von herkömmlichen Zigaretten eine kostengünstigere und gesündere Alternative. Wir bleiben weiterhin Euer Partner für qualitativ hochwertige Vaping-Produkte zu fairen Preisen.